Schriftgröße kleiner normal größer

Vielfalt im ASB

Der ASB steht für ein gleichberechtigtes Miteinander von Frauen und Männern, von Menschen mit und ohne Migrationshintergrund, mit unterschiedlicher geschlechtlicher Identität und sexueller Orientierung, mit und ohne Behinderung, jungen und alten Menschen ... kurzum: Vielfalt ist gelebte Realität im ASB.

Der ASB begreift Vielfalt als Bereicherung und Chance. Selbstverständlich sind für die Samariterinnen und Samariter ein kultursensibler Umgang und der Respekt vor dem Anderssein. Auch Schwule, Lesben und Trans* bringen sich auf allen Ebenen des ASB ein, ob haupt- oder ehrenamtlich, ob sichtbar als LSBTI oder nicht – sie sind ein fester Bestandteil des Verbandes.

Die LSBTI-Thematik taucht selbstverständlich auch bei Angeboten des ASB – also auf Kundenseite – immer wieder auf, etwa im Bereich der „kultursensiblen“ Pflege, bei Sanitätsdiensten für LSBTI-Veranstaltungen und in der Flüchtlingshilfe.

Seit 2016 gibt es das bundesweite LSBTI-Netzwerk "Vielfalt im ASB". Interessierte sind herzlich eingeladen, sich hier inhaltlich und organisatorisch einzubringen. Wir sehen uns!


Aktuelle Nachrichten zu LSBTI


 

20160318 140151 250In den vergangenen Jahren hat sich für queeres Leben in Deutschland einiges verändert und verbessert. Die Gesellschaft ist ein ganzes Stück bunter geworden. Und doch ist die Situation von queeren Jugendlichen nach wie vor oft schwierig.

Das Coming-Out wird von betroffenen Jugendlichen häufig als große Herausforderung empfunden. Diskriminierungserfahrungen gehören zum Alltag vieler LGBT*I-Jugendlichen. Selbst im Elternhaus wird ihre sexuelle Orientierung oder geschlechtliche Identität häufig tabuisiert oder abgelehnt. Das bleibt nicht ohne Folgen: Das Suizidrisiko queerer Jugendlicher ist signifikant erhöht.

Lange lagen keine verlässlichen Daten zum Thema vor. Im November 2015 hat nun das Deutschen Jugendinstitut die Studie „Coming-out und dann…?!“ zur Lebenssituation queerer Jugendlicher vorgestellt und darin die derzeitige gesellschaftliche Realität von jungen Menschen mit LGBT*I -Hintergrund beleuchtet.

Die Bundestagsfraktion von Bündnis90/Die Grünen nahm die Studie nun zum Anlass, um am 18. März 2016 in den Deutschen Bundestag nach Berlin zu einem Fachkongress über die Lebenswirklichkeiten queerer Jugendlicher in Deutschland einzuladen.

Neben der Präsentation und Diskussion der Studienergebnisse wurden in vier Panels Teilaspekte des Themas beleuchtet. Frank Hoyer, Leiter der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit beim ASB NRW, war neben Gema Rodrigues Diaz von Rubicon und Wanja Kilber von Quanteera, als Fachreferent zum Panel „Queer mit Migrationsgeschichte“ eingeladen. Die Diskutanten thematisierten insbesondere die Mehrfachdiskriminierungen, denen queere Migranten ausgesetzt sind, und die zu vielen belastetenden Situationen im Alltag führen. Auch die Situation von Flüchtlingen mit LSBTTI*-Hintergrund wurde diskutiert.

Die Teilnehmer_innen des Kongresses waren sich einig, dass es noch viel für Gesellschaft und Politik zu tun gibt, denn auch im Jahr 2016 ist ein gelingendes Coming-out alles andere als eine Selbstverständlichkeit.
Foto: ASB NRW

lsbtti fluechtlinge treffen maerz2016 berlin 250Am 08.03.2016 fand im Tagungswerk Jerusalemkirche Berlin auf Initiative des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend ein Netzwerktreffen `LGBTIQ* und Geflüchtete´ statt.

Der ASB NRW war bei der Veranstaltung durch Solveig Velte, Flüchtlingsreferentin im Verband, und Frank Hoyer, Leiter Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, vertreten. Die insgesamt ca. 50 TeilnehmerInnen* aus Ministerien, Kommunen und NGOs tauschten sich über die aktuelle Situation von Geflüchteten mit LSBTIQ*-Hintergrund aus. Auch ging es um die Etablierung von Informationsstrukturen, um den Austausch von in diesem Bereich Engagierten zu gewährleisten.

Die TeilnehmerInnen* konstatierten, dass die Informationsangebote für LSBTIQ*-Flüchtlinge ausgebaut werden müssten. Hier ist zum Beispiel der Lesben- und Schwulenverband in Deutschland (LSVD) mit seiner Seite www.queer-refugees.de aktiv. Auch die Aus- und Fortbildung von mit Flüchtlingen befasstem haupt- und ehrenamtlichen MitarbeiterInnen* wurde thematisiert. Eine besondere Rolle in der Unterstützung von LGBTIQ*-Flüchtlingen käme insbesondere ÜbersetzerInnen* zu.

Der ASB NRW hat zusammen mit dem LSVD, der Hirschfeld-Eddy-Stiftung und dem Paritätischen NRW eine Handreichung herausgegeben, die sich gezielt an in Flüchtlingshilfeeinrichtungen aktive haupt- und ehrenamtlich Mitarbeitende in NRW richtet. Die 20-seitige Broschüre gibt eine Einführung in das Thema, wichtige Handlungsempfehlungen und nennt mit LSBTTI*-Thematik befasste Beratungsstellen in NRW. Zudem werden grundlegende Informationen zu Asylrechtsfragen bei Menschen mit LSBTTI*-Hintergrund gegeben. Eine bundesweite Ausgabe der Broschüre ist in Vorbereitung.

Download der Broschüre (PDF)

netzwerktreffen lsbtti maerz 2016 koeln 250Am 04. und 05. März 2016 wurde in der Landesgeschäftsstelle des ASB NRW in Köln das Netzwerk „Vielfalt im ASB“ ins Leben gerufen.

Das Netzwerk „Vielfalt im ASB“ möchte mithelfen, dass im ASB-Verband das Bewusstsein für die Situation von Menschen mit LSBTTI*-Hintergrund geschärft wird, denn Schwule, Lesben und Trans* bringen sich auf allen Ebenen des Verbandes ein, ob haupt- oder ehrenamtlich, ob sichtbar als LSBTTI* oder nicht. Sie sind ein fester Bestandteil des Verbandes.

Ein weiteres Anliegen ist den Netzwerkern, dass sich der ASB noch deutlicher als moderner und weltoffenerer Arbeitgeber im Markt positioniert und so auch Menschen mit LSBTTI*-Hintergrund besser als haupt- und ehrenamtliche Mitarbeiter_innen gewonnen werden können. Wichtig ist dabei eine klar kommunizierte Haltung des ASB gegen Homo- und Transphobie.

Bildergalerie auf Facebook

Das Netzwerk möchte zudem dazu beitragen, dass mehr Menschen mit LSBTTI*-Hintergrund als Kund_innen gewonnen werden, dies betrifft unter anderem den Dienstleistungsbereich Seniorenhilfe. Carolina Brauckmann und Georg Roth von der `Landesfachberatung für gleichgeschlechtliche Lebensweisen in der Senior_innenarbeit´ stellten in einem Impulsreferat die Notwendigkeit von kultursensibler Pflege gerade auch bei Menschen mit LSBTTI*-Hintergrund dar – ein Chance und zugleich Herausforderung für den ASB, neue Kundenkreise anzusprechen.

Ein wichtiges Thema des Treffens war zudem die Flüchtlingshilfe. Klaus Jetz, Geschäftsführer des Schwulen- und Lesbenverbandes in Deutschland (LSVD) erläuterte die spezielle Situation von LSBTTI*-Geflüchteten und gab einen eindrücklichen Überblick über die weltweite Menschenrechtssituation von Schwulen, Lesben und Trans* und die aktuelle Situation im deutschen Asylrecht unter Berücksichtigung des Asylpaket II.

Unter dem Titel „CSD: Mittendrin statt nur dabei!“ schilderte Herwin Hadameck, PR-Verantwortlicher des ASB Region Mannheim/Rhein-Neckar, die Organisation und inhaltliche Ausgestaltung des CSD-Auftritts von Samariter_innen anlässlich des Christopher-Street-Day 2015 in Mannheim. Die Aktion sorgte nicht nur vor Ort, sondern auch weit über die Stadtgrenzen hinaus für positive inner-und außerverbandlich Resonanz.

Auf dem Programm des Netzwerktreffens stand zudem ein Besuch beim „Tag der Archive“ im Museum für angewandte Kunst Köln (MAKK): Dort präsentierten sich über 20 renommierte Archive, darunter auch die des ASB Deutschland und des `Centrum Schwule Geschichte´ Köln (CSG). Anschließend entführte ein LSBTTI*-Stadtrundgang durch Köln die Netzwerker in die bewegende schwul-lesbische Geschichte der Dommetropole.

Am Tagungsende fixierten die Teilnehmer_innen in einer Resolution ihre Netzwerkgründung und ihre Anliegen. Zudem entwarfen sie schon erste konkrete Aktivitäten für die nahe Zukunft: So laden sie alle Samariter_innen zu den CSD-Demonstrationen in Mannheim (13.08.2016) und Köln (03.07.2016) ein und würden sich außerdem freuen, wenn sich weitere ASB-Verbände bundesweit auch an anderen CSD-Paraden beteiligen würden. Das Netzwerk wird in den nächsten Wochen ASB-spezifische Ideen und Vorlagen für Werbe- und Informationsmaterialien für die CSD-Demonstrationen entwickeln und allen ASB-Verbänden bundesweit zur Verfügung stellen.

Am Treffen, es war das erste seiner Art in der über 125-jährigen Geschichte des ASB, nahmen 25 Personen teil. Gemeinsam dazu eingeladen hatten der ASB Region Mannheim/Rhein-Neckar und der ASB NRW. Die nach Köln gereisten Samariterinnen und Samariter mit und ohne LSBTTI*-Hintergrund kamen aus verschiedenen ASB-Organisationsstufen und vielen unterschiedlichen Regionen der Bundesrepublik. Moderiert wurde das Treffen von Frank Hoyer, Leiter der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit beim ASB NRW. Er steht allen am Netzwerk Interessierten für Informationen, Anregungen, Rückfragen etc. unter hoyer (at) asb-nrw.de gerne zu Verfügung.

Das nächste Netzwerktreffen ist für den Spätsommer 2016 geplant.

Das Bild zeigt von links: Carolina Brauckmann und Georg Roth von der `Landesfachberatung für gleichgeschlechtliche Lebensweisen in der Senior_innenarbeit´, Schauspieler Claus Vincon, ASB-NRW-Landesvorstandsmitglied Renate Sallet und ASB-NRW-Geschäftsführer Dr. Stefan Sandbrink. Foto: ASB NRW/Frank Hoyer

Erläuterung: Entsprechend der Empfehlung des Paritätischen NRW wird die Bezeichnung LSBTTI* verwendet. Sie steht für: L = Lesben, S = Schwule, B = Bisexuelle, T = Transsexuelle, T = Transgender, I = Intersexuelle, * = Vielfalt geschlechtlicher und sexueller Identitäten

broschuere lsbtti fluechtlinge cover 250Das Thema "Queer-Refugees" war am 24. Februar 2016 Thema im Landtag von Nordrhein-Westfalen.

Aufhänger war eine gemeinsam von ASB NRW, dem Lesben- und Schwulenverband in Deutschland, der Hirschfeld-Eddy-Stiftung und dem Paritätischen NRW herausgegebene Handreichung, die sich gezielt an in Flüchtlingshilfeeinrichtungen aktive haupt- und ehrenamtlich Mitarbeitende in NRW richtet.

Klaus Jetz, Bundesgeschäftsführer des LSVD, informierte die Abgeordneten im Ausschuss für Frauen, Gleichstellung und Emanzipation zum Thema "LSBTTI*-Flüchtlinge“ und stellte dabei die Handreichung vor. Zur Unterstützung von Geflüchteten mit LSBTTI*-Identität in Flüchtlingsunterkünften in NRW liegen derzeit leider kaum praxisnahe Empfehlungen und Hintergrundinformationen vor. Diese Lücke schließt die Handreichung.

Die 20-seitige Broschüre gibt in übersichtlicher Form eine Einführung in das Thema, wichtige Handlungsempfehlungen und nennt mit LSBTTI*-Thematik befasste Beratungsstellen in NRW. Zudem werden grundlegende Informationen zu Asylrechtsfragen bei Menschen mit LSBTTI*-Hintergrund gegeben. Die Abgeordneten stellten nach den Ausführungen von Klaus Jetz auch Fragen zu Schulungsmaßnahmen und Auswahlverfahren für Mitarbeitende in Aufnahmeeinrichtungen und zu separaten Unterkünften für homosexuelle und transsexuelle Flüchtlinge.

Zum Hintergrund: Die Betreuung von besonders schutzbedürftigen Geflüchteten stellt in der Flüchtlingshilfe eine besondere Herausforderung dar. Auch Flüchtlinge mit LSBTTI*-Hintergrund sind, wie etwa Schwangere, Menschen mit Behinderung, Opfer des Menschenhandels und unbegleitete Minderjährige, als besonders vulnerable Flüchtlinge anzusehen.

Die Broschüre kann hier als PDF heruntergeladen werden. Gedruckte Einzelexemplare können kostenfrei bestellt werden (solange der Vorrat reicht) beim Arbeiter-Samariter-Bund NRW e.V. per E-Mail presse (at) asb-nrw.de.

Eine bundesweite Ausgabe der Brochüre ist in Vorbereitung.

regenbogenfahne dom 1 250Der ASB Region Mannheim/Rhein-Neckar und der ASB NRW laden unter dem Slogan „Vielfalt im ASB“ gemeinsam alle interessierten Samariterinnen und Samariter zu einem bundesweiten

LSBTTI*-Netzwerktreffen
am Freitag, 04. März 2016,
und S
amstag, 05. März 2016,

in die Landesgeschäftsstelle des ASB NRW in Köln ein,

um das Thema LSBTTI* stärker in den Verband zu tragen. Es ist das erste Treffen dieser Art in der über 125-jährigen Geschichte des ASB. Sich Kennenlernen und der persönliche Austausch stehen am 04. und 05. März 2016 im Vordergrund. Wichtig ist aber auch ein Einstieg in eine inhaltliche Diskussion.

Egal ob homo, trans* oder hetero, ob Frau oder Mann, ob ehren- oder hauptamtlich, die Veranstalter freuen über die Teilnahme aller am Thema interessierten ASB´ler!

Bitte zögern Sie nicht und nehmen Sie im Vorfeld Kontakt zu uns auf, falls Sie inhaltliche oder organisatorische Anregungen bzw. Fragen zum Netzwerktreffen haben.

Das Programm und das Anmeldeformular kann im ASB-Mitarbeiterportal (Bereich NRW) abgerufen oder unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! unverbindlich angefordert werden. Anmeldefrist ist der 15. Februar 2016.

Das Treffen soll auch ein Signal für eine solidarische Gesellschaft und einen lebendigen Verband sein, denn es ist für den ASB eine Selbstverständlichkeit, für eine weltoffene Gesellschaft einzustehen.

handreichung lsbtti titelseite 250Die Betreuung von besonders schutzbedürftigen Geflüchteten stellt in der Flüchtlingshilfe eine besondere Herausforderung dar. Auch Flüchtlinge mit LSBTTI*-Hintergrund sind, wie etwa Schwangere, Menschen mit Behinderung, Opfer des Menschenhandels und unbegleitete Minderjährige, als besonders vulnerable Flüchtlinge anzusehen.

Zur Unterstützung von Geflüchteten mit LSBTTI*-Identität in Flüchtlingsunterkünften in NRW liegen derzeit leider kaum praxisnahe Empfehlungen und Hintergrundinformationen vor. Diese Lücke schließt eine nun erschienene Handreichung, die sich gezielt an in Flüchtlingshilfeeinrichtungen aktive haupt- und ehrenamtlich Mitarbeitende in Nordrhein-Westfalen richtet.

Die 20-seitige Broschüre gibt in übersichtlicher Form eine Einführung in das Thema, wichtige Handlungsempfehlungen und nennt mit LSBTTI*-Thematik befasste Beratungsstellen in NRW. Zudem werden grundlegende Informationen zu Asylrechtsfragen bei Menschen mit LSBTTI*-Hintergrund gegeben.

Herausgegeben wurde die Publikation vom Arbeiter-Samariter-Bund NRW in Kooperation mit dem Lesben- und Schwulenverband (www.lsvd.de), der Hirschfeld-Eddy-Stiftung (www.hirschfeld-eddy-stiftung.de) sowie mit Unterstützung des Paritätischen NRW (www.paritaet-nrw.org).

Die Broschüre kann hier als PDF heruntergeladen werden. Gedruckte Einzelexemplare können kostenfrei bestellt werden (solange der Vorrat reicht) beim Arbeiter-Samariter-Bund NRW e.V. unter Tel: 0221/949707-0 oder per E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.

Mehr zur ASB-Flüchtlingshilfe hier

sommerblut logo 2016 250Der ASB NRW e.V. unterstützt auch in 2016 ein ambitioniertes Theater- und Kunstprojekt des Sommerblut-Festivals, das in diesem Jahr unter dem Motto "Liebe" steht.

Sommerblut versteht sich als inklusives Kulturfestival, welches die unterschiedlichen gesellschaftlichen, sozialen und politischen Standpunkte und Identitäten miteinander verbindet. Das Festival nähert unterschiedliche Sichtweisen aneinander an, die mitunter verstören, dann auch wieder verbinden oder versöhnen. Sommerblut lädt ein zu einem Perspektivwechsel, in Richtung einer grenzüberschreitenden, mutigen – eben einer multipolaren Kunst und Kultur. Mehr Infos unter www.sommerblut.de

regenbogen schal 250Am 5. November 2015 fand in Düsseldorf ein Erfahrungsaustausch über Lesben, Schwule, Bisexuelle und Trans* auf der Flucht statt. Der gemeinsamen Einladung von Aidshilfe NRW, Lesben- und Schwulenband Deutschland Landesverband NRW (LSVD), LAG Lesben in NRW und Schwulem Netzwerk NRW waren 45 Interessierte gefolgt.

Neben Engagierten aus den schwulen, lesbischen und trans* Communities waren auch Fachleute von queeramnesty, aus Beratungseinrichtungen und der Flüchtlingshilfe anwesend, darunter der Arbeiter-Samariter-Bund NRW e.V., der derzeit ca. 7.000 Flüchtlinge in NRW betreut.

Die Organisationen berichteten über ihr Engagement vor Ort, von Hilfestellungen bei Asylanträgen, Informationsmaterialien, Beratungsgesprächen und Ratsbeschlüssen zum Thema LSBT-Flüchtlingen, etwa von der Stadt Köln. Viele Anwesende konnten über Kontakte zu schwulen Jugendlichen und Erwachsenen, zu Trans*-Personen und zu Frauenpaaren, die aus Afghanistan, Syrien, Albanien, Kirgisien und anderen Ländern Zuflucht in Deutschland suchen, erzählen. So nahmen seit Anfang 2015 ca. 75 Geflüchtete zu „baraka“, einem Kölner Treffpunkt von LSBTI* mit Migrationserfahrungen, Kontakt auf.

Aus den Berichten, Erfahrungen und Erwartungen kristallisierten sich beim Fachaustausch verschiedene Themenfelder heraus, zu denen weiter gearbeitet werden soll. Zudem sollen zügig Maßnahmen eingeleitet werden, die der Vernetzung, dem Erfahrungsaustausch und der Unterstützung von LSBT-Aktivist/-innen dienen, damit Informationen und Hilfsangebote in NRW besser koordiniert und abgestimmt werden können.

Die Aidshilfe NRW, der LSVD NRW, die LAG Lesben in NRW und das Schwule Netzwerks NRW werden nun auf die NRW-Landesregierung, die Bundesstiftung Magnus Hirschfeld und die Antidiskriminierungsstelle des Bundes zugehen, damit schnellstmöglich Hilfs- und Unterstützungsangebote zur Verfügung gestellt werden, um Diskriminierung und Gewalt gegen LSBT-Flüchtlinge zu verringern und um ein gesellschaftliches Klima der Akzeptanz von LSBT-Lebensweisen zu fördern. Mehr über die Flüchtlingshilfe des ASB hier
Foto: Frank Hoyer

respekt statt ressentiment tagung juni 2015 250Am 10. Juni 2015 fand in Berlin die bundesweite Tagung „Respekt statt Ressentiment - Strategien gegen die neue Welle von Homo- und Transphobie“ statt. Neben über 200 Interessierten aus Bundesministerien, Behörden, NGOs, Wissenschaftsinstituten und Selbsthilfegruppen nahmen auch Vertreter des ASB NRW e.V., darunter Landesgeschäftsführer Dr. Stefan Sandbrink, teil.

Veranstalter waren die Amadeu Antonio Stiftung und der Lesben- und Schwulenverband in Deutschland. Im Mittelpunkt des Kongresses stand die Suche nach Wegen, wie eine gesamtgesellschaftliche Auseinandersetzung und Intervention gegen die neue Welle von Homo- und Transphobie gestaltet werden kann.

Die Kongressteilnehmer_innen waren sich einig, dass es für eine demokratische Gesellschaft selbstverständlich sein sollte, dass Lesben, Schwule und Transgender als gleichberechtigten Teil der Gesellschaft anzuerkennen sind. Erfreulicherweise sind in den letzten Jahrzehnten Fortschritte bei der rechtlichen Anerkennung und gesellschaftlichen Akzeptanz von gleichgeschlechtlichen Lebensweisen erreicht. Die Antidiskriminierungsstelle des Bundes warnt allerdings vor einer neuen Welle der Homosexuellenfeindlichkeit in Deutschland, sie sieht besorgniserregende Anzeichen hierfür „in allen Teilen der Gesellschaft“. Zum Beispiel in Bildungseinrichtungen und Kirchen sei die Diskriminierung von Homosexuellen und Transgender immer noch präsent. „Schwul“ ist auf vielen Schulhöfen ein weit verbreitetes Schimpfwort.

„Homo- und Transphobie gehen alle an. Notwendig sind breite gesellschaftliche Bündnisse gegen Rassismus, Antisemitismus, Homo- und Transphobie sowie jede weitere Form gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit. Eine gesamtgesellschaftliche Auseinandersetzung ist notwendig, um Diskriminierung gezielt zu bekämpfen. Der Kongress hat hier wichtige Impulse gegeben. Zentral bei der Bekämpfung von gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit sind ein engagiertes Auftreten der Politik, die eine konsequente Gleichstellungspolitik zügig umsetzen sollte, und ein Schulterschluss demokratischer Organisationen.“, so Dr. Stefan Sandbrink, Landesgeschäftsführer des ASB NRW.

Der ASB ist eine der großen Hilfsorganisation in Deutschland und als Wohlfahrtsverband unabhängig, parteipolitisch neutral und konfessionell ungebunden. Er bekennt sich zum freiheitlichen, demokratischen und sozialen Rechtsstaat. Mit einem Antrag an die ASB-Bundesversammlung 2014 zu den Leitlinien des Gesamtverbandes hat der ASB NRW nun ergänzend eine Vielfaltsdebatte im ASB angeregt.

Beim Jahresempfang 2015 des ASB NRW in Düsseldorf betonte der Landesvorsitzender Dr. Georg Scholz die Weltoffenheit des ASB als Kern der Verbandsidentität: Der ASB biete Hilfe entsprechend seinem Selbstverständnis ohne Ansehen der politischen, ethnischen, nationalen, religiösen Zugehörigkeit oder der sexuellen Identität an. Dieser weltoffene Ansatz zeige sich etwa am engagierten Einsatz vieler haupt- und ehrenamtlicher Samariterinnen und Samariter bei der Betreuung von Flüchtlingen in Nordrhein-Westfalen.
Foto: Frank Hoyer

sommerblut-logo-2015aAuch in diesem Jahr unterstützt "Sozial macht Schule" (SMS) ein Projekt des Sommerblut-Festivals. Sommerblut 2015 findet vom 09. bis 25. Mai statt.

Das von SMS geförderte Theater-Projekt „Schrei mich an - ein Stück Theater“ thematisiert das Zusammenleben von Menschen mit und ohne Behinderungen, unterschiedlicher Generationen, Geschlechter, kultureller Herkunft und sexueller Identität. Es gibt Aufführungen in verschiedenen Städten von NRW. Aktuelle Infos über das Festival unter www.sommerblut.de

trailer-100-hnr-1Hilfe auf Knopfdruck
Mit dem Hausnotruf-Service des ASB fühlen Sie sich zu Hause sicher. Rund um die Uhr! Mehr Infos hier

trailer-100-hnr-1Arbeiter-Samariter-Jugend
Wir bewegen was: Die Arbeiter-Samariter-Jugend (ASJ) ist der Jugendverband des ASB. Mehr Infos hier

trailer-100-121-fsj-bfd

Freiwilliges Soziales Jahr und Bundesfreiwilligendienst
Der ASB in NRW bietet das Freiwillige Soziale Jahr (FSJ) und den Bundesfreiwilligendienst (BFD). Mehr Infos hier

Arbeiter-Samariter-Bund NRW e.V. | Kaiser-Wilhelm-Ring 50  | 50672 Köln  | Tel. 0221-949 707-0  |  Fax: 0221-949 707-19
E-Mail: kontakt@asb-nrw.de | Internet: www.asb-nrw.de

Joomla!-Template by Rockettheme, modified by i.kho Webdesign