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Vielfalt im ASB

Der ASB steht für ein gleichberechtigtes Miteinander von Frauen und Männern, von Menschen mit und ohne Migrationshintergrund, mit unterschiedlicher geschlechtlicher Identität und sexueller Orientierung, mit und ohne Behinderung, jungen und alten Menschen ... kurzum: Vielfalt ist gelebte Realität im ASB.

Der ASB begreift Vielfalt als Bereicherung und Chance. Selbstverständlich sind für die Samariterinnen und Samariter ein kultursensibler Umgang und der Respekt vor dem Anderssein. Auch Schwule, Lesben und Trans* bringen sich auf allen Ebenen des ASB ein, ob haupt- oder ehrenamtlich, ob sichtbar als LSBTI oder nicht – sie sind ein fester Bestandteil des Verbandes.

Die LSBTI-Thematik taucht selbstverständlich auch bei Angeboten des ASB – also auf Kundenseite – immer wieder auf, etwa im Bereich der „kultursensiblen“ Pflege, bei Sanitätsdiensten für LSBTI-Veranstaltungen und in der Flüchtlingshilfe.

Seit 2016 gibt es das bundesweite LSBTI-Netzwerk "Vielfalt im ASB". Interessierte sind herzlich eingeladen, sich hier inhaltlich und organisatorisch einzubringen.

Am 20. Oktober 2018 hat die 20. ASB-Bundeskonferenz in Warnemünde auf Antrag des ASB NRW e.V. einen umfassenden und bundesweiten Diversity-Prozess im Arbeiter-Samariter-Bund beschlossen (Beschluss als PDF).


Aktuelle Nachrichten zu LSBTI


 

csd 2016 koeln 1 250„Wir helfen hier und jetzt. Und das ist auch gut so“: Unter diesem Slogan stand die CSD-Teilnahme des Arbeiter-Samariter-Bund NRW und der Arbeiter-Samariter-Jugend NRW beim Colognepride am 03. Juli 2016 in Köln.

Mit zwei Fahrzeugen, einer Fußgruppe in knallgelben T-Shirts und viel guter Laune beteiligten sich die Samariter/innen an der Veranstaltung, einer der größten LSBTTI*-Demos weltweit. Auf Transparenten forderten die ASB´ler/innen ein „Nein zu Homo- und Transphobie“, „Vielfalt leben!“ und „Respekt statt Hass“. Sie kamen aus Hannover, Herne, Mannheim, Bergisch Land, Köln und anderen Städten und Regionen. Von der nordrhein-westfälischen ASB-Ebene waren unter anderem Renate Sallet vom Vorstand, Geschäftsführer Dr. Stefan Sandbrink und ASJ-Jugendsprecher Tino Niederstebruch mit dabei.

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„Vielfalt macht reich! Und Vielfalt macht stark! Der Cologepride hat dies eindrücklich gezeigt", erklärte ASB-NRW-Vorstandsmitglied Renate Sallet anlässlich des Kölner CSD. "Hundertausende Menschen forderten friedlich, aber mit Nachdruck, eine weltoffene und solidarische Gesellschaft, die den Menschen und gleiche Rechte für alle in den Mittelpunkt stellt. Dafür steht ebenfalls der ASB und sein Jugendverband ASJ. Und das ist auch gut so!“

Landesgeschäftsführer Dr. Stefan Sandbrink zeigte sich am Ende der Veranstaltung begeistert vom Engagement der Samariter/innen: "Ein herzliches Dankeschön an die vielen fleißigen Hände, die den Auftritt des ASB und der ASJ zu einem vollen Erfolg gemacht haben!".

Am Colognepride nahmen 100 Demonstrationswagen, Dutzende Fußgruppen und viele Tausend Einzelpersonen teil. Gesäumt wurde der Paradeweg von hunderttausenden Menschen. Am Ende der Parade waren sich die Samariterinnen und Samariter einig: Im nächsten Jahr möchte man wieder mit dabei sein!

Tipp: Am Samstag, den 13. August 2016, lädt der ASB Regionalverband Mannheim/Rhein-Neckar alle Samariterinnen und Samariter aus Nah und Fern zum CSD Rhein-Neckar in Mannheim ein. Mehr Infos unter www.csdrn.de oder Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.

Foto: ASN NRW

csd 2016 foto 250Mit einer Fußgruppe und zwei Begleitfahrzeugen werden der ASB und die ASJ bei der diesjährigen CSD-Parade in Köln, einer der größten LSBTTI*-Demos weltweit, mit dabei sein. Alle Samariter/innen aus Nah und Fern sind herzlich eingeladen sich anzuschließen und so ein Zeichen für Vielfalt und Respekt zu setzen.

Die Demonstration wird am Sonntag, den 03. Juli 2016, ab 12 Uhr stattfinden. Am Paradezug, der durch die Innenstadt von Köln geht und am Dom endet, nehmen tausende Menschen, über 100 Fahrzeuge und Dutzende Fußgruppen teil. Es werden bis zu eine Million Zuschauer/innen erwartet.

Organisatorische Hinweise für alle ASBler/innen, die sich dem ASB NRW und der ASJ NRW anschließen wollen:

  • Die ASB/ASJ-Fußgruppe trifft sich um 11:30 Uhr und hat die Startposition/Wagennummer 36, also im ersten Drittel des Demonstrationszuges. Der Aufstellbereich ist in Köln-Deutz (vor der Deutzer Brücke, Mindener Straße, siehe auch Plan).
  • Es gibt kostenfrei für die ASB-Teilnehmer/innen speziell für den Colognepride hergestellte ASB-T-Shirts, zudem Caps/Hüte und Brillen (solange der Vorrat reicht).
  • Sampling-Material (Postkarten, Bambams, Trillerpfeifen etc.), Getränke und etwas für den kleinen Hunger zwischendurch werden kostenfrei gestellt (solange der Vorrat reicht).
  • Allgemeine Infos zum Colognepride unter www.colognepride.de
  • Gute Laune nicht vergessen!

Fragen und Anregungen bitte richten an queer (at) asb-nrw.de

Der ASB NRW und die ASJ NRW freuen sich auf eine bunte CSD-Parade mit vielen Samariterinnen und Samaritern! Wir leben Vielfalt!

transparent 2016 diversity tag 2016 250Anlässlich des bundesweiten Diversity-Tags am 07. Juni 2016 hat der ASB NRW e.V. eine Transparentaktion in Köln durchgeführt.

„Wir leben Vielfalt“ stand auf dem 11 Meter langen Banner, das Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des ASB NRW vor ihrer Geschäftselle am Kaiser-Wilhelm-Ring 50 in Köln entrollten und so ein Signal für eine weltoffene Gesellschaft setzten. Das Transparent wurde anschließend an der Hausfassade aufgehängt.

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Renate Sallet (Foto vorne), Vorstandsmitglied im ASB NRW e.V., erklärte während der Aktion: "Der ASB begreift Vielfalt als Bereicherung und Chance. Der respektvolle Umgang miteinander sowie die gegenseitige Achtung und Wertschätzung sind fundamentale Grundsätze des ASB. Diese bestimmen den Umgang im Verband selbst als auch mit seinen Mitgliedern, Kunden, Förderern und der Öffentlichkeit. Selbstverständlich sind für die Samariterinnen und Samariter ein kultursensibler Umgang und der Respekt vor dem Anderssein."

Der ASB NRW e.V. hat, neben anderen Arbeiter-Samariter-Bund-Verbänden, auch die „Charta der Vielfalt“, auf deren Initiative der deutsche Diversity-Tag zurückgeht, unterzeichnet. Mehr Infos unter www.charta-der-vielfalt.de

Foto: ASB NRW/Frank Hoyer

vielfalt 250Mit verschiedenen Aktionen setzt sich der Arbeiter-Samariter-Bund am Diversity-Tag (7. Juni 2016) für Vielfalt im Arbeitsleben ein. Der ASB NRW e.V. hat, neben anderen Arbeiter-Samariter-Bund-Verbänden, die „Charta der Vielfalt“, auf deren Initiative der deutsche Diversity-Tag zurückgeht, unterzeichnet.

In der Charta heißt es unter anderem: Die Vielfalt der modernen Gesellschaft, beeinflusst durch die Globalisierung und den demografischen Wandel, prägt das Wirtschaftsleben in Deutschland. (...) Die Vielfalt der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit ihren unterschiedlichen Fähigkeiten und Talenten eröffnet Chancen für innovative und kreative Lösungen. Die Umsetzung der „Charta der Vielfalt“ in unserer Organisation hat zum Ziel, ein Arbeitsumfeld zu schaffen, das frei von Vorurteilen ist. Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sollen Wertschätzung erfahren – unabhängig von Geschlecht, Nationalität, ethnischer Herkunft, Religion oder Weltanschauung, Behinderung, Alter, sexueller Orientierung und Identität. Die Anerkennung und Förderung dieser vielfältigen Potenziale schafft wirtschaftliche Vorteile für unsere Organisation.

Anlässlich des Diversity-Tag 2016 erklärt Dr. Stefan Sandbrink, Geschäftsführer des ASB NRW e.V.: "Vielfalt ist gelebte Realität im Arbeiter-Samariter-Bund. Der ASB verurteilt Rassismus und duldet keine gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit unter seinen Beschäftigten oder gegenüber seinen Kundinnen und Kunden. Unser Verband begreift Vielfalt als Bereicherung und Chance."

Charta der Vielfalt

cover broschuere handreichung lsbtti fluechtlinge 2 auflage juni 2016 250Die Betreuung von besonders schutzbedürftigen Geflüchteten stellt in der Flüchtlingshilfe eine große Herausforderung dar. Auch Flüchtlinge mit LSBTTI*-Hintergrund sind, wie etwa Schwangere, Menschen mit Behinderung, Opfer des Menschenhandels und unbegleitete Minderjährige, als besonders schutzbedürftige Flüchtlinge anzusehen.

Nachdem von der „Handreichung für die Betreuung und Unterstützung von LSBTTI*-Flüchtlingen“ bislang nur eine Ausgabe für das Bundesland Nordrhein-Westfalen zur Verfügung stand, ist nun eine überarbeitete, bundesweite Ausgabe erhältlich.

Herausgegeben wurde die Publikation gemeinsam vom Arbeiter-Samariter-Bund (ASB), dem Lesben- und Schwulenverband in Deutschland (LSVD) und dem Paritätischen Gesamtverband mit Unterstützung der Hirschfeld-Eddy-Stiftung. Gefördert wurde die Erstellung der Publikation durch die Beauftrage der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration.

Die 44-seitige Broschüre gibt in übersichtlicher Form eine Einführung in das Thema, wichtige Handlungsempfehlungen und nennt mit LSBTTI*-Thematik befasste Beratungsstellen in Deutschland. Zudem werden grundlegende Informationen zu Asylrechtsfragen gegeben.

Die Broschüre kann hier als PDF heruntergeladen werden. Gedruckte Einzelexemplare können (solange der Vorrat reicht) kostenfrei bestellt werden beim Arbeiter-Samariter-Bund NRW e.V. per E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! (der Versand erfolgt ab dem 13. Juni 2016).

lsvd verbandstag april 2016 250Die aktuelle Situation von Flüchtlingen mit LSBTI- Hintergrund nahm einen breiten Raum beim bundesweiten, jährlich stattfindenden Verbandstag des Lesben- und Schwulenverbandes in Deutschland (LSVD) am 16. und 17. April 2016 in Köln ein.

Begonnen hatte die Mitgliederversammlung mit Grußworten der Parlamentarischen Staatssekretärin im Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Caren Marks (Dokumentation des Grußwortes hier), und der Kölner Bürgermeisterin und Bundestagsabgeordneten Elfie Scho-Antwerpes. Beide würdigten die mittlerweile über 25-jährige erfolgreiche Bürgerrechtsarbeit des LSVD, sahen aber auch noch viel Handlungsbedarf für Politik und Gesellschaft, um die völlige Gleichstellung von Menschen mit LSBTTI*-Hintergrund zu erreichen.

Anschließend referierten und diskutierten zum Thema „LSBTI-Flüchtlinge und Menschenrechte“ Günter Dworek vom LSVD-Bundesvorstand, Rechtsanwalt und Notar Dirk Siegfried, Kirsten Eichler vom Flüchtlingsrat NRW und Dr. Stefan Sandbrink, Geschäftsführer des Arbeiter-Samariter-Bund NRW e.V.

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Sandbrink umriss die Aktivitäten seines Verbandes in der Flüchtlingshilfe und schilderte unter anderem die Herausforderungen für seine Hilfsorganisation durch die erhöhte Aufnahme von Geflüchteten in Deutschland in den letzten Monaten. Wichtig wäre es in der Flüchtlingshilfe, dass Schutzkonzepte für besonders vulnerable Gruppen, wie etwa Menschen mit LSBTI-Hintergrund, (weiter-)entwickelt, schnell und konsequent umgesetzt und finanziell ausreichend ausgestattet würden. Hier hat der ASB mit der „Handreichung für die Betreuung und Unterstützung von LSBTTI*-Flüchtlingen“, die zusammen mit dem LSVD, der Hirschfeld-Eddy-Stiftung und dem Paritätischen NRW veröffentlicht wurde, grundlegende organisatorische Ratschläge zusammengestellt und inhaltliche Position entwickelt (PDF-Download der Broschüre).

Am Ende der Debatte über die LSBTI-Flüchtlinge wurde vom LSVD-Verbandstag die Resolution „Flüchtlinge schützen – Integration fördern“ beschlossen (PDF-Download der Resolution).

Hintergrundinformation: Der LSVD ist ein Bürgerrechtsverband und vertritt die Interessen und Belange von Lesben, Schwulen, Bisexuellen, trans- und intergeschlechtlichen Menschen (LSBTI). Er steht für gleiche Rechte, Vielfalt und Respekt. Der Verband will, dass LSBTI als selbstverständlicher Teil gesellschaftlicher Normalität akzeptiert und anerkannt werden. Mehr Informationen unter www.lsvd.de

Foto: Frank Hoyer

20160318 140151 250In den vergangenen Jahren hat sich für queeres Leben in Deutschland einiges verändert und verbessert. Die Gesellschaft ist ein ganzes Stück bunter geworden. Und doch ist die Situation von queeren Jugendlichen nach wie vor oft schwierig.

Das Coming-Out wird von betroffenen Jugendlichen häufig als große Herausforderung empfunden. Diskriminierungserfahrungen gehören zum Alltag vieler LGBT*I-Jugendlichen. Selbst im Elternhaus wird ihre sexuelle Orientierung oder geschlechtliche Identität häufig tabuisiert oder abgelehnt. Das bleibt nicht ohne Folgen: Das Suizidrisiko queerer Jugendlicher ist signifikant erhöht.

Lange lagen keine verlässlichen Daten zum Thema vor. Im November 2015 hat nun das Deutschen Jugendinstitut die Studie „Coming-out und dann…?!“ zur Lebenssituation queerer Jugendlicher vorgestellt und darin die derzeitige gesellschaftliche Realität von jungen Menschen mit LGBT*I -Hintergrund beleuchtet.

Die Bundestagsfraktion von Bündnis90/Die Grünen nahm die Studie nun zum Anlass, um am 18. März 2016 in den Deutschen Bundestag nach Berlin zu einem Fachkongress über die Lebenswirklichkeiten queerer Jugendlicher in Deutschland einzuladen.

Neben der Präsentation und Diskussion der Studienergebnisse wurden in vier Panels Teilaspekte des Themas beleuchtet. Frank Hoyer, Leiter der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit beim ASB NRW, war neben Gema Rodrigues Diaz von Rubicon und Wanja Kilber von Quanteera, als Fachreferent zum Panel „Queer mit Migrationsgeschichte“ eingeladen. Die Diskutanten thematisierten insbesondere die Mehrfachdiskriminierungen, denen queere Migranten ausgesetzt sind, und die zu vielen belastetenden Situationen im Alltag führen. Auch die Situation von Flüchtlingen mit LSBTTI*-Hintergrund wurde diskutiert.

Die Teilnehmer_innen des Kongresses waren sich einig, dass es noch viel für Gesellschaft und Politik zu tun gibt, denn auch im Jahr 2016 ist ein gelingendes Coming-out alles andere als eine Selbstverständlichkeit.
Foto: ASB NRW

lsbtti fluechtlinge treffen maerz2016 berlin 250Am 08.03.2016 fand im Tagungswerk Jerusalemkirche Berlin auf Initiative des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend ein Netzwerktreffen `LGBTIQ* und Geflüchtete´ statt.

Der ASB NRW war bei der Veranstaltung durch Solveig Velte, Flüchtlingsreferentin im Verband, und Frank Hoyer, Leiter Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, vertreten. Die insgesamt ca. 50 TeilnehmerInnen* aus Ministerien, Kommunen und NGOs tauschten sich über die aktuelle Situation von Geflüchteten mit LSBTIQ*-Hintergrund aus. Auch ging es um die Etablierung von Informationsstrukturen, um den Austausch von in diesem Bereich Engagierten zu gewährleisten.

Die TeilnehmerInnen* konstatierten, dass die Informationsangebote für LSBTIQ*-Flüchtlinge ausgebaut werden müssten. Hier ist zum Beispiel der Lesben- und Schwulenverband in Deutschland (LSVD) mit seiner Seite www.queer-refugees.de aktiv. Auch die Aus- und Fortbildung von mit Flüchtlingen befasstem haupt- und ehrenamtlichen MitarbeiterInnen* wurde thematisiert. Eine besondere Rolle in der Unterstützung von LGBTIQ*-Flüchtlingen käme insbesondere ÜbersetzerInnen* zu.

Der ASB NRW hat zusammen mit dem LSVD, der Hirschfeld-Eddy-Stiftung und dem Paritätischen NRW eine Handreichung herausgegeben, die sich gezielt an in Flüchtlingshilfeeinrichtungen aktive haupt- und ehrenamtlich Mitarbeitende in NRW richtet. Die 20-seitige Broschüre gibt eine Einführung in das Thema, wichtige Handlungsempfehlungen und nennt mit LSBTTI*-Thematik befasste Beratungsstellen in NRW. Zudem werden grundlegende Informationen zu Asylrechtsfragen bei Menschen mit LSBTTI*-Hintergrund gegeben. Eine bundesweite Ausgabe der Broschüre ist in Vorbereitung.

Download der Broschüre (PDF)

netzwerktreffen lsbtti maerz 2016 koeln 250Am 04. und 05. März 2016 wurde in der Landesgeschäftsstelle des ASB NRW in Köln das Netzwerk „Vielfalt im ASB“ ins Leben gerufen.

Das Netzwerk „Vielfalt im ASB“ möchte mithelfen, dass im ASB-Verband das Bewusstsein für die Situation von Menschen mit LSBTTI*-Hintergrund geschärft wird, denn Schwule, Lesben und Trans* bringen sich auf allen Ebenen des Verbandes ein, ob haupt- oder ehrenamtlich, ob sichtbar als LSBTTI* oder nicht. Sie sind ein fester Bestandteil des Verbandes.

Ein weiteres Anliegen ist den Netzwerkern, dass sich der ASB noch deutlicher als moderner und weltoffenerer Arbeitgeber im Markt positioniert und so auch Menschen mit LSBTTI*-Hintergrund besser als haupt- und ehrenamtliche Mitarbeiter_innen gewonnen werden können. Wichtig ist dabei eine klar kommunizierte Haltung des ASB gegen Homo- und Transphobie.

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Das Netzwerk möchte zudem dazu beitragen, dass mehr Menschen mit LSBTTI*-Hintergrund als Kund_innen gewonnen werden, dies betrifft unter anderem den Dienstleistungsbereich Seniorenhilfe. Carolina Brauckmann und Georg Roth von der `Landesfachberatung für gleichgeschlechtliche Lebensweisen in der Senior_innenarbeit´ stellten in einem Impulsreferat die Notwendigkeit von kultursensibler Pflege gerade auch bei Menschen mit LSBTTI*-Hintergrund dar – ein Chance und zugleich Herausforderung für den ASB, neue Kundenkreise anzusprechen.

Ein wichtiges Thema des Treffens war zudem die Flüchtlingshilfe. Klaus Jetz, Geschäftsführer des Schwulen- und Lesbenverbandes in Deutschland (LSVD) erläuterte die spezielle Situation von LSBTTI*-Geflüchteten und gab einen eindrücklichen Überblick über die weltweite Menschenrechtssituation von Schwulen, Lesben und Trans* und die aktuelle Situation im deutschen Asylrecht unter Berücksichtigung des Asylpaket II.

Unter dem Titel „CSD: Mittendrin statt nur dabei!“ schilderte Herwin Hadameck, PR-Verantwortlicher des ASB Region Mannheim/Rhein-Neckar, die Organisation und inhaltliche Ausgestaltung des CSD-Auftritts von Samariter_innen anlässlich des Christopher-Street-Day 2015 in Mannheim. Die Aktion sorgte nicht nur vor Ort, sondern auch weit über die Stadtgrenzen hinaus für positive inner-und außerverbandlich Resonanz.

Auf dem Programm des Netzwerktreffens stand zudem ein Besuch beim „Tag der Archive“ im Museum für angewandte Kunst Köln (MAKK): Dort präsentierten sich über 20 renommierte Archive, darunter auch die des ASB Deutschland und des `Centrum Schwule Geschichte´ Köln (CSG). Anschließend entführte ein LSBTTI*-Stadtrundgang durch Köln die Netzwerker in die bewegende schwul-lesbische Geschichte der Dommetropole.

Am Tagungsende fixierten die Teilnehmer_innen in einer Resolution ihre Netzwerkgründung und ihre Anliegen. Zudem entwarfen sie schon erste konkrete Aktivitäten für die nahe Zukunft: So laden sie alle Samariter_innen zu den CSD-Demonstrationen in Mannheim (13.08.2016) und Köln (03.07.2016) ein und würden sich außerdem freuen, wenn sich weitere ASB-Verbände bundesweit auch an anderen CSD-Paraden beteiligen würden. Das Netzwerk wird in den nächsten Wochen ASB-spezifische Ideen und Vorlagen für Werbe- und Informationsmaterialien für die CSD-Demonstrationen entwickeln und allen ASB-Verbänden bundesweit zur Verfügung stellen.

Am Treffen, es war das erste seiner Art in der über 125-jährigen Geschichte des ASB, nahmen 25 Personen teil. Gemeinsam dazu eingeladen hatten der ASB Region Mannheim/Rhein-Neckar und der ASB NRW. Die nach Köln gereisten Samariterinnen und Samariter mit und ohne LSBTTI*-Hintergrund kamen aus verschiedenen ASB-Organisationsstufen und vielen unterschiedlichen Regionen der Bundesrepublik. Moderiert wurde das Treffen von Frank Hoyer, Leiter der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit beim ASB NRW. Er steht allen am Netzwerk Interessierten für Informationen, Anregungen, Rückfragen etc. unter hoyer (at) asb-nrw.de gerne zu Verfügung.

Das nächste Netzwerktreffen ist für den Spätsommer 2016 geplant.

Das Bild zeigt von links: Carolina Brauckmann und Georg Roth von der `Landesfachberatung für gleichgeschlechtliche Lebensweisen in der Senior_innenarbeit´, Schauspieler Claus Vincon, ASB-NRW-Landesvorstandsmitglied Renate Sallet und ASB-NRW-Geschäftsführer Dr. Stefan Sandbrink. Foto: ASB NRW/Frank Hoyer

Erläuterung: Entsprechend der Empfehlung des Paritätischen NRW wird die Bezeichnung LSBTTI* verwendet. Sie steht für: L = Lesben, S = Schwule, B = Bisexuelle, T = Transsexuelle, T = Transgender, I = Intersexuelle, * = Vielfalt geschlechtlicher und sexueller Identitäten

broschuere lsbtti fluechtlinge cover 250Das Thema "Queer-Refugees" war am 24. Februar 2016 Thema im Landtag von Nordrhein-Westfalen.

Aufhänger war eine gemeinsam von ASB NRW, dem Lesben- und Schwulenverband in Deutschland, der Hirschfeld-Eddy-Stiftung und dem Paritätischen NRW herausgegebene Handreichung, die sich gezielt an in Flüchtlingshilfeeinrichtungen aktive haupt- und ehrenamtlich Mitarbeitende in NRW richtet.

Klaus Jetz, Bundesgeschäftsführer des LSVD, informierte die Abgeordneten im Ausschuss für Frauen, Gleichstellung und Emanzipation zum Thema "LSBTTI*-Flüchtlinge“ und stellte dabei die Handreichung vor. Zur Unterstützung von Geflüchteten mit LSBTTI*-Identität in Flüchtlingsunterkünften in NRW liegen derzeit leider kaum praxisnahe Empfehlungen und Hintergrundinformationen vor. Diese Lücke schließt die Handreichung.

Die 20-seitige Broschüre gibt in übersichtlicher Form eine Einführung in das Thema, wichtige Handlungsempfehlungen und nennt mit LSBTTI*-Thematik befasste Beratungsstellen in NRW. Zudem werden grundlegende Informationen zu Asylrechtsfragen bei Menschen mit LSBTTI*-Hintergrund gegeben. Die Abgeordneten stellten nach den Ausführungen von Klaus Jetz auch Fragen zu Schulungsmaßnahmen und Auswahlverfahren für Mitarbeitende in Aufnahmeeinrichtungen und zu separaten Unterkünften für homosexuelle und transsexuelle Flüchtlinge.

Zum Hintergrund: Die Betreuung von besonders schutzbedürftigen Geflüchteten stellt in der Flüchtlingshilfe eine besondere Herausforderung dar. Auch Flüchtlinge mit LSBTTI*-Hintergrund sind, wie etwa Schwangere, Menschen mit Behinderung, Opfer des Menschenhandels und unbegleitete Minderjährige, als besonders vulnerable Flüchtlinge anzusehen.

Die Broschüre kann hier als PDF heruntergeladen werden. Gedruckte Einzelexemplare können kostenfrei bestellt werden (solange der Vorrat reicht) beim Arbeiter-Samariter-Bund NRW e.V. per E-Mail presse (at) asb-nrw.de.

Eine bundesweite Ausgabe der Brochüre ist in Vorbereitung.

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Mit dem Hausnotruf-Service des ASB fühlen Sie sich zu Hause sicher. Rund um die Uhr! Mehr Infos hier

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Wir bewegen was: Die Arbeiter-Samariter-Jugend (ASJ) ist der Jugendverband des ASB. Mehr Infos hier

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Freiwilliges Soziales Jahr und Bundesfreiwilligendienst
Der ASB in NRW bietet das Freiwillige Soziale Jahr (FSJ) und den Bundesfreiwilligendienst (BFD). Mehr Infos hier

Arbeiter-Samariter-Bund NRW e.V. | Kaiser-Wilhelm-Ring 50  | 50672 Köln  | Tel. 0221-949 707-0  |  Fax: 0221-949 707-19
E-Mail: kontakt@asb-nrw.de | Internet: www.asb-nrw.de

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